FREITAG, DER 13.

„Am 13. November waren alle betroffen. Jeder hätte dort sein können. Jeder kennt jemanden, der jemanden kennt, der betroffen ist. Es hat die Menschen wieder zueinandergebracht. Nun fühlen sie, dass sie zusammengehören. Ich liebe Paris jetzt noch mehr als je zuvor.“

Laetitia Casta im Zeitmagazin

Es liegt mir am Herzen, mich in Hinsicht auf meine nächsten zwei Monate zumindest kurz zu den schrecklichen Vorkommnissen in Paris am 13. November 2015 zu äußern. Und das, obwohl mir genau genommen nach wie vor die richtigen Worte fehlen.

In letzter Zeit hieß es: „Pass auf, wenn du dich an Orten mit vielen Menschen aufhälst“. Einmal habe ich gehört: „Oh. Ich würde mich momentan nicht nach Paris trauen.“ Und: „Hast du Angst?“ Ich hatte Angst, aber nicht davor, dass ich etwas vergleichbares miterleben muss wenn ich mich in Paris aufhalte. Ich hatte vor allem Angst davor, all diese Dinge zu hören. Davor, dass man mich nicht verabschiedet und mir Spaß wünscht, sondern vor allem, zumindest subtil, Sorgen äußert und meine Reise nicht zu der wird, die ich mir immer erhofft habe.

Heute, eine gute Woche vor meinem Start, habe ich nicht mehr Angst als jeden anderen Tag auch, da ich glaube, dass ich in meiner Heimatstadt Hamburg nicht sicherer bin. Ich vertraue darauf, dass Paris und ganz Frankreich so sicher sind wie noch nie und ich weiß, dass ich sowieso rein theoretisch jeden Tag vor einen Bus laufen könnte. Ich halte Angst, Trauer, Wut und Sorgen in diesem Bezug für absolut gerechtfertigt und hoffe trotzdem, dass sie keine unüberwindbaren Steine auf meinem Weg sein werden.

Wenn ich an den Tag im November zurückdenke, erinnere ich mich an viele geflossenen Tränen, aber auch an weltweite Solidarität, sofort umgesetzte Maßnahmen und ganz besonders an #jesuisenterasse. Ich möchte auf jeden Fall zum Bataclan gehen und den Place de la Républic besuchen. Viel wichtiger ist aber, dass ich versuchen werde mir die Einstellung der Franzosen zum Vorbild zu nehmen und mich nicht zu sehr einschüchtern zu lassen. Weder hier, noch dort. Ich schließe mich gerne den Worten Laetitia Castas an und stelle fest, dass sich an meiner Liebe zu Paris nichts geändert hat.

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